Die weltweit einschneidenden Massnahmen gegen das Coronavirus bringen die Versorgungsketten in so gut wie allen Branchen rund um den Globus in Bedrängnis. Laut einer Analyse von RapidRatings http://rapidratings.com können 47 Prozent der Unternehmen ihre Produkte schon zwei Wochen nach Schliessung ihrer Fabriken nicht mehr liefern. In den USA sind es sogar 59 Prozent, die mit Lieferengpässen rechnen.

pte

"COVID-19 hat die Versorgungsketten auf der ganzen Welt erschüttert und eine bislang noch nie dagewesene Unsicherheit ausgelöst", heißt es in dem Bericht der US-Firma, die die finanzielle Gesundheit öffentlicher und privater Unternehmen analysiert. Dieser ist das Ergebnis einer globalen Umfrage unter 1.300 Betrieben aus allen möglichen Branchen - von der Metallindustrie bis hin zu Textilverarbeitern, Chemiekonzernen und Service-Dienstleistern.

Die meisten Angaben stammen von Ländern wie Italien, China, Südkorea, Japan oder den USA, die von der Pandemie am stärksten betroffen sind. "Diese Daten gewähren uns einen ungeschönten Einblick in die Lage an der vordersten Front, was die Versorgung in den verschiedenen Märkten betrifft", stellen die Experten von RapidRatings klar. Dabei stehe man in Bezug auf die Auswirkungen der Pandemie gerade erst am Anfang: "Obwohl sich die Unternehmen bemühen, ihr Geschäft aufrechtzuerhalten, rechnen sie in absehbarer Zukunft mit deutlichen Lieferschwierigkeiten."

Ein Drittel kann Betrieb gewährleisten

Während mit 62 Prozent zwar die Mehrheit der Unternehmen über eine eigene Pandemie-Policy verfügt, trauen sich aber trotzdem nur sehr wenige zu, in Zeiten von strengen "Social Distancing"-Regeln volle Produktionskapazitäten zu erreichen. Nur 29 Prozent der Firmen können ihren Betrieb auch dann gewährleisten, wenn Mitarbeiter von zuhause aus arbeiten. "Ganze 57 Prozent sind dann nur teilweise betriebsfähig", so der Bericht.

Besonders hart trifft die gegenwärtige Entwicklung kleinere Betriebe: In diesem Segment geben 76 Prozent der Unternehmen zu, dass sie unter den aktuellen Umständen keine volle Betriebsfähigkeit sicherstellen können. "In Anbetracht dieser Zahlen verwundert es nicht, dass gut ein Drittel der Befragten selbst schon Lieferschwierigkeiten in seinen eigenen Versorgungskette erlebt hat", fasst die RapidRatings-Analyse zusammen.

 

Image by Alexandra_Koch from Pixabay

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