Die Diskussion um die Entkriminalisierung und Legalisierung von Cannabis läuft seit Jahrzehnten. Die Gesetzeslage in Europa liegt dabei sehr weit auseinander. Während Schweden eine Null-Toleranz-Politik verfolgt, wurde in Portugal durch die Legalisierung von Cannabis nun für eine Entkriminalisierung gesorgt.

Martina Gloor

Die Politik auf staatlicher Ebene findet keinen gemeinsamen Konsens, um für eine einheitliche Gesetzeslage zu sorgen. In Niederlanden ist der Konsum von Marihuana und Cannabis schon seit langem legal. Er lockt mittlerweile jedes Jahr eine Menge Touristen aus aller Welt an, die sich die Welt der legalen Coffee-Shops ansehen wollen.

Die internationale Drogenpolitik befindet sich immer noch in einem Wirrwarr völlig unterschiedlicher Ansätze bezüglich einer sinnvollen und einheitlichen Lösung in ganz Europa. Doch befindet sich die Drogenpolitik in vielen Ländern im Wandel. Cannabis wird mittlerweile nicht mehr nur als reines Rauschmittel angesehen. So ist der medizinische Zweck von Cannabis längst nachgewiesen. Auch in Deutschland erhalten immer mehr Patienten Cannabis auf Rezept vom Hausarzt verschrieben. Somit gibt es auch in Deutschland eine Kursänderung in der Politik zu berichten. Über die veränderte Gesetzeslage in Deutschland, lohnt sich ein Blick auf die Plattform von www.hanfsamen.net. Die Experten im Fachbereich der Hanfpflanze geben eine hervorragende Einsicht von der Gesetzeslage in Deutschland. So gelingt es sich auf politischer Ebene schnell mit den wichtigsten Fakten einzudecken.

Wie die Gesetzeslage mittlerweile in anderen europäischen Ländern aussieht, haben wir Ihnen im Folgenden zusammengefasst. So gelingt es sich einen Überblick von den neusten Veränderung in der Drogenpolitik bezüglich einer Legalisierung und Entkriminalisierung von Cannabis zu machen.

Das niederländische Cannabisgesetz legalisiert Besitz und Konsum

Das Drogengesetz in den Niederlanden bezüglich der Legalisierung von Cannabis ist recht widersprüchlich. Denn Personen ab 18 Jahren dürfen zwar Cannabis konsumieren und eine Menge von 5 Gramm legal kaufen, doch ist es der Anbau von Cannabis weiterhin verboten. So gilt in den Niederlanden lediglich eine Toleranz für die Coffee-Shops und dem legalen Handel. Die Betreiber der Coffee-Shops arbeiten in den Niederlanden sehr oft in einer gesetzlichen Grauzone. Schliesslich sind Betreiber eines Coffee-Shops auch auf den Kauf von grösseren Mengen und gewisse Zulieferer angewiesen. So plant die niederländische Regierung den staatlich legalen Anbau von Cannabis, um einheimische Coffee-Shops damit zu beliefern.

Portugal sorgt für Entkriminalisierung in der Drogenpolitik

Die portugiesische Regierung hat für eine sehr Liberalisierung und Entkriminalisierung in der Drogenpolitik. Seit 2001 ist der Besitz von Drogen nicht mehr strafbar in Portugal. So werden drogenabhängige Menschen nicht als Kriminelle, sondern als Patienten gesehen. Die strafrechtliche Verfolgung bleibt aus, Konsumenten werden nicht belangt. Die eingesparten Gelder werden in Portugal dabei gezielt in therapeutische Einrichtungen finanziert. Die Zahl der Drogentoten in Portugal hat sich nach Gesetzesänderung um mehr als 85 Prozent reduziert. Auch der Konsum bei Jugendlichen ist in Portugal vergleichsweise gering, so dass Portugal ein gutes Beispiel für viele Regierungen in Europa ist.

Schweden mit harten Gesetzen in der Drogenpolitik

Der Besitz und Konsum von Drogen ist in Schweden komplett illegal. Diese Linie wird von der breiten Bevölkerung in Schweden getragen. Dabei wird zwischen harten und weichen Drogen unterschieden. Durch die Null-Toleranz-Politik ist es der Polizei möglich auch nur bei dem kleinsten Verdacht eine Urinprobe einzufordern, um den Nachweis auf Drogenkonsum zu stellen. Bestraft werden Konsumenten mit hohen Geldstrafen und bei grösseren Mengen auch mit langen Gefängnisstrafen.

 

Symbolbild von Susanne Schmich / pixelio.de