Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) waren Ende März 2018 130’413 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 13’517 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank damit von 3,2% im Februar 2018 auf 2,9% im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 21’867 Personen (-14,4%).

SECO

Neben konjunkturellen und saisonalen Komponenten wirkten sich im März zusätzlich auch die technischen Anpassungen beim Erfassen der Arbeitslosen aus. Wir schätzen den Effekt dieser Änderungen auf den Arbeitslosenbestand im März auf rund -4’000 Personen.

Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) verringerte sich um 2’240 Personen (-14,2%) auf 13’551. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Rückgang um 4’012 Personen (-22,8%).

Die Anzahl der Arbeitslosen 50 und mehr verringerte sich um 2’483 Personen (-6,3%) auf 36’639. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einer Abnahme um 3’310 Personen (-8,3%).

Insgesamt wurden 201’119 Stellensuchende registriert, 7’498 weniger als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode sank diese Zahl damit um 16’129 Personen (-7,4%).

Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich um 106 auf 13’228 Stellen.

Gemäss vorläufigen Angaben der Arbeitslosenversicherungskassen belief sich die Zahl der Personen, welche ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung im Verlauf des Monats Januar 2018 ausgeschöpft hatten, auf 3’565 Personen.

Anpassungen beim Erfassen 

Seit ca. 30 Jahren werden die bei den RAV gemeldeten Personen entsprechend ihrer Erwerbssituation in arbeitslose und nicht-arbeitslose Stellensuchende unterteilt. Als nicht arbeitslose Stellensuchende werden im Informationssystem für die Arbeitsvermittlung und Arbeitsmarktstatistik (AVAM) etwa Personen im Zwischenverdienst, Personen in Bildungs- und Beschäftigungsmassnahmen, Personen mit einer gekündigten oder ungekündigten Stelle, sowie Personen, die wegen Krankheit, Unfall und Militärdienst nicht sofort vermittelbar sind, gezählt. 

Über die Zeit wurde das AVAM mehrmals mit neuen Funktionen erweitert und die Eingaben bezüglich Beginn und Ende von besuchten Massnahmen oder Zwischenverdiensten wurden präzisiert.

Auf dieser Basis konnte die frühere manuelle Eingabe der Erwerbssituation durch eine automatische Zuordnung abgelöst werden. Dadurch kann der Erfassungsaufwand bei den regionalen Arbeitsämtern erheblich reduziert und gleichzeitig die Vergleichbarkeit der kantonalen Arbeitslosenzahlen und -quoten erhöht werden.

Infolge der Umstellung wurden im März rund 14’000 Personen, die zuvor als «arbeitslos» galten neu als nichtarbeitslose Stellensuchende gezählt. Umgekehrt wurden rund 10'000 bisher nichtarbeitslose Stellensuchende neu als Arbeitslose ausgewiesen. Für den Monat März werden entsprechend höhere Zugänge in und höhere Abgänge aus der Arbeitslosigkeit ausgewiesen. Ausserdem haben sich die Zuordnungen in die einzelnen Untergruppen (Personen mit einem Zwischenverdienst, Personen in Bildungs- und Beschäftigungsmassnahmen etc.) geändert.

 

Symbolbild von Anton Porsche (superanton.de) / pixelio.de

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