Im Juli 2018 liegt die Arbeitslosenquote im Kanton Aargau wie im Vormonat bei 2,4 Prozent. Für die gesamte Schweiz beträgt sie ebenfalls 2,4 Prozent. Die erste Zwischenbilanz zur am 1. Juli 2018 eingeführten Stellenmeldepflicht fällt positiv aus.

Departement Volkswirtschaft und Inneres AG

Bei den sechs Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) und der Pforte Arbeitsmarkt waren Ende Juli im Aargau 8'709 Personen als arbeitslos gemeldet, 4'619 Männer (53 Prozent) und 4'090 Frauen (47 Prozent). Das sind 55 weniger als im Vormonat. Die Zahl der Stellensuchenden hat um 202 Personen zugenommen und lag im Juli bei 14'764.

Bei den RAV und der Pforte Arbeitsmarkt waren Ende Juli 2'324 offene Stellen gemeldet. Das sind 813 mehr als im Vormonat. Für die Zunahme ist die Stellenmeldepflicht verantwortlich. Die Arbeitslosenkassen mussten im Aargau gemäss den aktuellsten verfügbaren Zahlen im Mai 255 Personen aussteuern, 91 mehr als im Vormonat.

Dauer der Arbeitssuche

Durchschnittlich waren die im Juli abgemeldeten Stellensuchenden 236 Tage auf Stellensuche. Das sind zwei Tage mehr als im Vormonat. Diese Werte unterliegen allerdings starken Schwankungen. Am längsten mussten die über 50-Jährigen eine neue Stelle suchen: Sie brauchten im Durchschnitt 355 Tage, bis sie wieder eine Arbeit fanden. Bei den 15- bis 24-Jährigen waren es 142 Tage, bei den 25- bis 49-Jährigen 225 Tage.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen beträgt 1'309 Personen. Sie nahm im Vergleich zum Vormonat um 26 Personen ab. Langzeitarbeitslose sind Personen, die seit mindestens einem Jahr arbeitslos sind und ohne Unterbruch Taggelder beziehen.

Kurzarbeit

Die Kurzarbeit bleibt auf tiefem Niveau. Im Juli haben im Aargau fünf Betriebe Kurzarbeitsentschädigung beantragt, zwei mehr als im Vormonat: Vier Betriebe ab August, ein Betrieb für zwölf Mitarbeitende für den Juli. Derzeit liegt für insgesamt 225 Personen eine Bewilligung für Kurzarbeit vor, das sind 55 mehr als im Vormonat. Die Betriebe schöpfen die erteilten Bewilligungen meist nicht für alle Mitarbeitenden aus.

Erste Erfahrungen mit der Stellenmeldepflicht

Am 1. Juli 2018 wurde die Stellenmeldepflicht eingeführt. Seither müssen Unternehmen beim RAV offene Stellen in Berufsarten melden, in denen die Arbeitslosenquote acht Prozent oder mehr beträgt. Die Aargauer RAV und die Pforte Arbeitsmarkt haben im Juli rund vierzig Prozent mehr Stellenmeldungen erhalten. "Mit dieser Zunahme haben wir in etwa gerechnet", sagt Isabelle Wyss, Leiterin Arbeitsmarktliche Integration beim Amt für Wirtschaft und Arbeit. "Wir konnten einige schöne Erfolge bei der Vermittlung von Stellensuchenden verbuchen." Die RAV hätten in den vergangenen Wochen viel Aufklärungsarbeit geleistet. Einzelne Prozesse müssten intern noch angepasst werden, so Wyss. Sie zieht eine positive Zwischenbilanz: "Wir spüren seitens des SECO viel Unterstützung und seitens vieler Arbeitgebenden eine grosse Bereitschaft, die Stellenmeldepflicht partnerschaftlich umzusetzen."

 

Symbolbild von Dieter Schuetz / pixelio.de

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