Nach intensiven Kontakten von Bund und Kanton mit General Electric (GE) und dem Konsultationsverfahren des Unternehmens mit den Arbeitnehmervertretern, fällt der Stellenabbau mit 1‘200 Stellen geringer aus als die im Dezember 2017 angekündigten 1‘400 Stellen. Aufgrund von freiwilligen Abgängen hat sich die Anzahl der noch abzubauenden Stellen inzwischen auf 680 reduziert. Der Regierungsrat bedauert den Stellenbau in dieser Dimension, den GE mit der Marktsituation im Turbinengeschäft und den weltweiten Restrukturierungen begründet. Er hatte sich zusammen mit dem Bund für die positive Entwicklung des Forschungs- und Werkplatzes Baden eingesetzt und wird dies auch künftig tun.

Departement Volkswirtschaft und Inneres AG

Positiv zu werten ist, dass wichtige Funktionen und Ressourcen in Baden und Birr erhalten bleiben und GE rund 40 Millionen Franken in den Standort Birr investiert. Der Regierungsrat erwartet eine grosszügige Umsetzung des Sozialplans. Die von einem Stellenverlust betroffenen Mitarbeitenden werden durch die Dienstleistungen der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren unterstützt.

Im Dezember 2017 kündigte General Electric (GE) den Abbau von 1'400 Arbeitsplätzen im Aargau an. Nach intensiven Kontakten von Bund und Kanton mit General Electric (GE) und dem Konsultationsverfahren des Unternehmens mit den Arbeitnehmervertretern fällt der Stellenabbau mit 1‘200 Stellen geringer aus als die im Dezember 2017 angekündigten 1‘400 Stellen. Inzwischen sind rund 500 Stellen durch freiwillige Abgänge entfallen, so dass noch 680 Arbeitsplätze abgebaut werden. Davon sollen rund 50 von einem Drittunternehmen übernommen werden. Der Regierungsrat wird sich zusammen mit den Arbeitnehmervertretern bemühen, die Anzahl der von einem Stellenabbau betroffenen Mitarbeitenden weiter zu reduzieren.

Der Regierungsrat bedauert, dass es trotz allen Bemühungen zu dieser Massenentlassung im Geschäftsbereich Power von General Electric kommt. "Dieser massive Abbau von Stellen trifft den Industrie- und Forschungsplatz Aargau empfindlich", erklärt Regierungsrat Urs Hofmann, Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres (DVI), "für die vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeitenden und deren Familien ist dies eine schwierige und belastende Situation."

Trotz des massiven Stellenabbaus ist positiv zu werten, dass die globalen Headquarters für das Wartungsgeschäft (Power Services), für Dampfkraftwerke (Steam Power) und für die Produktion (Global Supply Chain) in Baden bleiben und GE in Baden auch künftig ein Zentrum für globale Innovationen für Gaskraftwerke sowie für Forschung und Entwicklung neuer Generationen von Gas- und Dampftechnologien betreibt. Damit bleiben die Chancen gewahrt, dass bei einer Verbesserung der Marktaussichten in diesem Segment im Aargau wieder Stellen geschaffen werden können.

Stärkung des Produktionsstandorts Birr

Positiv zu werten ist auch die Tatsache, dass GE Power 40 Millionen Franken in den Produktionsstandort Birr investiert. Auch wenn die Verlegung der Arbeitsplätze von Oberentfelden ins Birrfeld für die Gemeinde Oberentfelden einen herben Verlust bedeutet, ist die Stärkung und der Ausbau des Standorts Birr ein deutliches Zeichen, dass die im Aargau bestehenden Produktionskapazitäten und die damit verbundenen Arbeitsplätze langfristig im Kanton erhalten bleiben.

Der Regierungsrat hat zur Kenntnis genommen, dass GE ihre soziale Verantwortung als Arbeitgeberin wahrnehmen will. Im Rahmen des Sozialplans sind unter anderem Brückenmodelle für ältere Arbeitnehmende und die Verlängerung der Kündigungsfrist bei erfolgloser Stellensuche vorgesehen. Der Regierungsrat erwartet, dass GE alles daran setzt, soziale Härtefälle zu vermeiden und dass im Einzelfall grosszügige Lösungen getroffen werden. Oberstes Ziel muss es sein, für möglichst viele der vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeitenden neue Arbeitsplätze zu finden. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit ist mit dem mobilen RAV vor Ort und steht in engem Kontakt mit den Verantwortlichen von GE.

Der Regierungsrat wird sich auch in den kommenden Monaten zusammen mit den Arbeitnehmervertretungen für den Standort Aargau und für die vom Stellenabbau betroffenen Arbeitnehmenden einsetzen.

 

Symbolbild von Rainer Sturm / pixelio.de

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