Die Interessengemeinschaft der Geburtshäuser in der Schweiz (IGGH-CH®) und der Schweizerische Hebammenverband (SHV) haben mit der tarifsuisse ag keine Einigung bezüglich der Baserate1 und dem Tarif für die ambulanten Geburten in den Geburtshäusern gefunden.

(mgt)

Themenbild: Christian v.R., pixelio.de

Seit 2007 sind die Geburtshäuser (GH) im KVG verankert. Wenn sie in den kantonalen Spitallisten aufgeführt sind, kommen für die stationären Geburten die Fallkostenpauschale (DRG) zur Anwendung. Die Baserate musste 2011 mit der tarifsuisse ag und der HSK-Verhandlungsgruppe2 ausgehandelt werden. Zudem musste ein Tarif für die Benützung der Infrastruktur bei einer ambulanten Geburt in den Geburtshäusern ausgehandelt werden.

Die IGGH-CH® hat die Verhandlungen mit der tarifsuisse ag zusammen mit dem SHV geführt. Sowohl mit der HSK-Verhandlungsgruppe als auch mit Assura und SUPRA konnte man sich bei beiden Tarifen einigen. Obwohl die Verhandlungen bereits im Mai 2011 aufgenommen wurden, konnte mit der tarifsuisse ag weder bei der Abgeltung der stationären Geburten noch beim Tarif für die ambulanten Geburten eine Einigung gefunden werden.

Die Geburtshäuser stehen damit vor dem Problem, dass sie mit den bei der tarifsuisse ag angeschlossenen Versicherern keine Tarife haben. Bis die Kantone provisorische Tarife festsetzten, braucht es aber eine gewisse Zeit. Dies kann bei den Geburtshäusern zu Liquiditätsengpässen führen.

Die IGGH-CH® und der SHV bedauern die kompromisslose Haltung der tarifsuisse ag, die zum Scheitern der Verhandlungen geführt hat. Trotz diesem aktuellen Missstand sind die hohe Qualität der Betreuung der werdenden Eltern und die Finanzierung der Leistungen in den Geburtshäusern jedoch sichergestellt.

08.06.2012 | 1439 Aufrufe

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