Ein relativ warmer, sehr trockener März-Abend, keine Wolken und kaum Wind - besser hätten die Bedingungen für die Sonnwendfeier Oensingen kaum sein können. Entsprechend kamen die Besucherinnen und Besucher in Scharen zum grössten Kunstfeuerwerk der Schweiz - und zwar aus dem ganzen Land.

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von Melanie Jäggi

Der Jura-Südfuss für einmal ganz in Gold (Bild: soaktuell.ch)

Das halbe Gäu war am Samstagabend zuparkiert. Mit dem "Klappstühlchen" unter dem Arm machten sich Tausende auf den Weg nach Oensingen. Dann liess das grösste Kunstfeuerwerk der Schweiz den Himmel für rund eineinhalb Stunden erleuchten.

Alle drei Jahre messen sich die Unterdörfler mit den Oberdörfler, beziehungsweise der Vogelherdclub (rechts der Neu-Bechburg) mit dem dem Ravellenclub (links der Neu-Bechburg). Diese beiden Vereine sind einerseits Organisatoren dieses Riesen-Events, andererseits Konkurrenten. Die über 100 Höhenfeier, welche es schon im Jahre 1922 gab, erinnern an den ursprünglich heidnischen Brauch der Sonnwendfeier.

Bis zu 50’000 Leute pilgern alle drei Jahre in die Region, um dabei zu sein wenn es heisst – Zündung. Dieses Jahr stimmte einfach alles, weshalb die Veranstalter mit einem neuen Besucherrekord belohnt wurden. Ab 18 Uhr standen zahlreiche Essensstände auf dem Festgelände bereit, um Wärmendes an den Besucher zu bringen. Zwei Stunden später war auf dem gesamten Areal kaum mehr eine Bratwurst zu kriegen - derart überrannt wurden die Organisatoren von den Besuchermassen.

Das Feuerwerk begann um 20.15 Uhr und darf mit gutem Gewissen als spektakulär bezeichnet werden. Vor allem das Finale mit den zahlreichen Knalleffekten wurde schliesslich mit tosendem Applaus der Menschenmenge quittiert. 

18.03.2012 | 3549 Aufrufe

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