Bachelor-Absolvent Timon Bussinger von der Hochschule für Life Sciences FHNW erhielt den 1. Preis für seine ausserordentliche Abschlussarbeit im Bereich Life Sciences. Bussinger hat den Einsatz eines Inline- Refraktometers zur Bestimmung des Milchsäuregehaltes in Grassilage untersucht. Damit leistet er einen wesentlichen Beitrag zur Prozessoptimierung im Bereich «grüne Raffinerie». Der Preis ist mit insgesamt 14 000 Franken dotiert.

(Ezra In Albon)

(v.l.n.r.): Hans Noser, Geschäftsführer Toolpoint, Prof. Dr. Wolfgang Riedl, Dozent und fachlicher Begleiter des Gewinners, Timon Bussinger, Hugo Bohny, Jurymitglied und Stifter, Hochschulleitungsmitglied Prof. Dr. Gerhard Grundler.

Der 26-jährige Hölsteiner Timon Bussinger hat sein Bachelor- Studium mit Vertiefung in Chemie an der Hochschule für Life Sciences FHNW in Muttenz absolviert. Im Auftrag des auf die optische Messtechnik spezialisierten Unternehmens Schmidt + Haensch GmbH & Co. hat er seine Abschlussarbeit an der Hochschule in Muttenz sowie am Firmensitz in Berlin durchgeführt. Er untersuchte dabei den Einsatz eines innovativen Inline-Refraktometers zur Bestimmung des Milchsäuregehaltes in Grassilage.

Ein wichtiger Beitrag im Bereich nachwachsende Rohstoffe

Milchsäure aus nachwachsenden Rohstoffen (Gras) ist eine der wichtigsten Plattformchemikalien in der sogenannten «grünen Raffinerie» und wird z.B. zur Herstellung von Biokunststoffen eingesetzt. «Mit meiner Arbeit konnte ich zeigen, dass sich die Milchsäurekonzentration refraktometrisch erfolgreich online messen lässt. Mit nur wenigen, zusätzlichen Orientierungsmessungen kann dies auch direkt in der Grassilage erfolgen», erklärt der frischgebackene Gewinner. «Ich freue mich sehr über die Anerkennung meiner Arbeit. Und bei der späteren Arbeitssuche ist der Preis sicher ein Vorteil, weil er einen zusätzlichen Anhaltspunkt zu meinen fachlichen Qualitäten gibt.»

Bachelorprämierung als Ansporn für Nachwuchskräfte

Die Prämierung von ausserordentlichen Bachelorarbeiten wurde von Toolpoint, einer Non-Profit-Organisation der Life-Sciences-Tool-Branche, zusammen mit der Veronika und Hugo Bohny-Stiftung 2012 erstmals durchgeführt. Timon Bussinger bekam für seinen 1. Platz 8000 Franken. Die Zweitplatzierten Patrick Hug und Jonathan Laumer erhielten für ihre Arbeit «Pneumatisch aktivierter Arm mit Simulation des Schulter- und Ellenbogengelenkes» 4000 Franken. Für den dritten Platz erhielten Yvonne Werner und Pascal Fahrni mit der Arbeit «Thermische Analyse Schoggi im Kühlkanal» 2000 Franken Preisgeld. Die Zweit- und Drittplatzierten haben an der ZHAW, School of Engineering studiert. Jurymitglied Hugo Bohny ist von den Leistungen der Absolvent/innen beeindruckt und betont, wie wichtig die Nachwuchsarbeit für die Life-Sciences-Branche ist: «Wir sind auf gute Nachwuchskräfte angewiesen. Mit der Prämierung wollen wir die Studierenden zu Höchstleistungen anspornen, aber auch der breiten Öffentlichkeit zeigen, wie vielfältig die Life-Sciences-Branche ist»

Die Preisverteilung fand im Rahmen der MipTec, der grössten europäische Konferenz für Arzneimittelforschung, statt. Der Preis wird in Zukunft jährlich vergeben.

29.09.2012 | 2322 Aufrufe

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