Am 12. Februar stimmt das Schweizervolk über eine neue Steuerreform ab, die die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Schweiz stärken soll. Insbesondere sollen bezüglich Steuerbelastung wieder gleich lange Spiesse zwischen einheimischen und internationalen Unternehmen hergestellt werden.

Ein Kommentar von Nationalrat Maximilian Reimann, Gipf-Oberfrick (AG)

Aus meiner Sicht ist dabei dem Parlament ein ausgewogener Kompromiss gelungen, der auch von sämtlichen kantonalen Finanzdirektoren – und zwar von links bis rechts – voll mitgetragen wird. Dennoch wurde von linker Seite das Referendum dagegen ergriffen, um angeblich hohe Steuerausfälle zu verhindern.

Natürlich hat jede Steuerreform, die per saldo mit einer Steuersenkung verbunden ist, kurzfristig etwas an Ausfällen zur Folge. Diese werden aber durch die erhöhte Wettbewerbsfähigkeit künftig mehr als kompensiert. Internationale Firmen bleiben uns erhalten; Forschungs- und Werkplatz werden gestärkt, die Arbeitsplätze gesichert. Der Abstimmungskampf wird trotzdem zu einer weiteren Schlacht zwischen links und rechts ausarten. Für mich ist die Basler Finanzdirektorin Eva Herzog eine der glaubwürdigsten Kämpfer für die Vorlage. Obwohl der SP angehörend, sagte sie in einem Interview klipp und klar: „Für Basel-Stadt wäre es finanziell gesehen sehr schlimm, wenn die Reform scheitert.“ Man darf gespannt sein, wie das bei ihren Parteigenossen ankommt…

 

17.12.2016 | 4775 Aufrufe