Nicht in einem abhängigen Arbeitsverhältnis beschäftigt zu sein, sondern als Selbstständiger die Erfolgsleiter emporzuklimmen – das wünscht sich so mancher Schweizer. Das Internet macht es möglich, eigene Geschäftsideen auszuprobieren, ohne dabei grosse Risiken eingehen zu müssen. Gleichzeitig kann man potenzielle Kunden auf der ganzen Welt erreichen.

von Martina Gloor

Vorhandene Plattformen nutzen

Der Onlinehandel ist und bleibt ein Wachstumsmarkt. Einer aktuellen Erhebung des Verbands des Schweizerischen Versandhandels, der GfK und der Schweizerischen Post zufolge wuchs 2016 das Geschäftsvolumen im Schweizer Onlinehandel um 8,3 %. Dabei wechselten Waren im Wert von 7.8 Milliarden Franken den Besitzer.

Wer ein Stück von diesem Kuchen abhaben möchte, muss dafür nicht gleich seinen aktuellen Job an den Nagel hängen, sondern kann auch nebenberuflich ins Abenteuer Onlinehandel einsteigen – dafür braucht man schliesslich keinen Verkaufsraum mit festen Öffnungszeiten.

Egal, ob man mit dem klassischen Handel (Ankauf beim Grosshändler, Verkauf an Privatkunden) von Produkten Geld verdienen oder selbst hergestellte Erzeugnisse verkaufen möchte: Für jede Geschäftsart bietet das Netz passende Plattformen. Auf letzteres hat sich das Portal Etsy spezialisiert, alle anderen sind bei eBay, ricardo und Co. am besten aufgehoben – schliesslich erreicht man dort eine breite Käuferschaft, auch ohne im Vorfeld viel Geld in Werbung stecken zu müssen. Beide Portale kämpfen derzeit um die Gunst der gewerblichen Anbieter – das sorgt für günstige Konditionen.

Organisation und Tagesgeschäft

Je nachdem, wie gut der Verkauf läuft und in welchem Umfang man handelt, muss man noch einige gesetzliche Vorgaben beachten: Wer mehr als 2.300 Franken pro Jahr verdient, muss seine Unternehmung bei der AHV anmelden, ab einem Jahresumsatz von 100.000 Franken ist man mehrwertsteuerpflichtig und die Eintragung ins Handelsregister ist obligatorisch.

Das klingt zwar erst einmal nach einem hohen Betrag, dieser kann aber – wenn es gut läuft und/oder man hochpreisige Artikel im Sortiment hat – schnell erreicht sein.

Auch den Aufwand, den der Versand der verkauften Artikel mit sich bringt, sollte man nicht unterschätzen. Schliesslich müssen die Waren sicher verpackt, mit der richtigen Adresse versehen und frankiert werden, was je nach Auftragsvolumen viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Auch beigefügte Eigenwerbung in Form von Flyern kann nicht schaden. Diese kann man sich entweder selbst erstellen oder bei Anbietern wie Saxoprint anfertigen lassen. Dort gibt es auch Utensilien wie selbstklebende Etiketten. Mit solchen Kleinigkeiten lässt sich der Versandvorgang deutlich beschleunigen und man spart wertvolle Zeit. Denn die ist bekanntlich Geld – und etwas Freizeit soll am Ende ja auch noch übrigbleiben.

Bildrechte: Konstantin Gastmann / pixelio.de

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