Das grösste Schweizer Medienhaus, Tamedia, machte 2016 erstmals mehr Geld mit Online-Angeboten, als mit den Print-Produkten. Tamedia erzielte einen Betriebsertrag von 1'004.8 Millionen Franken (-5.5 Prozent). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank aufgrund des rückläufigen Marktumfelds auf 201.0 Millionen Franken (-17.5 Prozent, EBITDA-Marge 20.0 Prozent). Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging auf 113.5 Millionen Franken (-13.1 Prozent, EBIT-Marge 11.3 Prozent) zurück. Das Ergebnis liegt bei 122.3 Millionen Franken. 

Tamedia / red.

Der Umsatz von Tamedia sank um 5.5 Prozent oder 59.0 Mio. CHF auf 1 004.8 Mio. CHF. Der Rückgang ist auf den strukturellen Wandel des Print-Werbemarktes, die Einstellung der Druckerei Ziegler Druck auf Ende 2015 sowie den Verkauf der Swiss Online Shopping AG (FashionFriends) zurückzuführen. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sank um 42.5 Mio. CHF oder 17.5 Prozent auf 201.0 Mio. CHF. Die EBITDA-Marge verringerte sich von 22.9 Prozent im Vorjahr auf 20.0 Prozent. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank um 13.1 Prozent oder 17.2 Mio. CHF und liegt bei 113.5 Mio. CHF. Die EBIT-Marge sank von 12.3 Prozent im Vorjahr auf 11.3 Prozent. Das Ergebnis 2016 liegt mit 122.3 Mio. CHF um 63.4 Prozent oder 211.7 Mio. CHF unter dem Vorjahreswert von 334.0 Mio. CHF, der vom Aufwertungsgewinn aus dem Zusammenschluss von search.ch und local.ch geprägt war. Die bezugsberechtigten Mitarbeitenden von Tamedia partizipieren mit einer Gewinnbeteiligung von 5.8 Millionen Franken am Ergebnis.

Pietro Supino, Verleger und Verwaltungsratspräsident von Tamedia: «Trotz bemerkenswerten Innovationen waren die Anzeigenerlöse im vergangenen Jahr stark rückläufig. Zuversichtlich stimmt mich, dass die Erträge aus dem Nutzermarkt stabil sind und bei den Pendlermedien eine weitgehende Kompensation von verlorenen Print- durch wachsende Digitalumsätze gelingt. Dank unserer Strategie der digitalen Transformation und Diversifizierung steht Tamedia trotz der unerfreulichen Werbemarktentwicklung gut da.»

In einem für den Print-Werbemarkt anspruchsvollen Marktumfelds hat sich die Transformation von Tamedia hin zu einer digitalen Mediengruppe weiter beschleunigt. Die publizistischen und kommerziellen digitalen Angebote trugen im vergangenen Jahr erstmals über die Hälfte des operativen Ergebnisses von Tamedia bei.  «Auf dieses Unternehmensziel haben wir in den letzten Jahren hingearbeitet, und wir sind stolz, dieses wichtige Zwischenziel erreicht zu haben. Besonders eindrücklich ist diese Entwicklung angesichts der Tatsache, dass unsere digitalen Angebote konsolidiert noch im Jahr 2012 einen Verlust schrieben», sagt Tamedia-CEO Christoph Tonini. 

02.03.2017 | 3478 Aufrufe

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