In der Schweiz wurden 57‘000 Menschen zum Thema Verkehr und Mobilität befragt. Die Auswertung zeigt nun: das Mobilitätsverhalten im Kanton Solothurn weicht nicht wesentlich vom schweizerischen Durchschnitt ab. Es gibt aber Unterschiede. 

Kanton SO

Wer im Kanton Solothurn lebt, ist pro Tag im Mittel 37.5 Kilometer unterwegs, für diesen Weg braucht er im Durchschnitt 78 Minuten. Dies entspricht etwa dem schweizerischen Wert. Dabei ist im Kanton Solothurn die Verfügbarkeit von Autos und Velos leicht höher als das schweizerische Mittel, bei den ÖV-Abos liegt der Solothurner Anteil leicht tiefer. Auch der Anteil des Pendlerverkehrs ist im Vergleich zum schweizerischen Mittel im Kanton Solothurn leicht höher, jener des Freizeitverkehrs leicht tiefer.

8 von 10 Haushalte besitzen mindestens 1 Auto

Hinsichtlich Verfügbarkeit von Mobilitätsangeboten zeigt sich, dass fast 80 Prozent der Haushalte im Kanton Solothurn mindestens ein Auto besitzen. Rund zwei Drittel der mittleren Tagesdistanz werden mit dem Auto oder dem Motorrad zurückgelegt. Der öffentliche Verkehr liegt mit einem Viertel auf dem 2. Platz. Der Anteil des Langsamverkehrs liegt unter einem Zehntel.

Freizeitverkehr dominiert

Bei den Verkehrszwecken - Arbeit, Ausbildung, Einkauf, Freizeit, Geschäft -  liegt der Freizeitverkehr an erster Stelle mit einem Anteil von 40 Prozent der Distanzen im Kanton Solothurn. Schweizweit sind es 45 Prozent. Auf Platz zwei liegen die Arbeits- und Ausbildungspendlerfahrten mit 35 Prozent, im schweizerischen Mittel sind es knapp 30 Prozent.

Im Freizeitverkehr dominiert hinsichtlich zurückgelegter Distanzen der motorisierte Individualverkehr, hinsichtlich Dauer eines Weges der Langsamverkehr. Die 18- bis 24-jährigen sind die mobilste Altersgruppe.

Energiesparende Fahrzeuge fördern – Mobilität nicht teurer machen

Bei den Interviews wurden auch Fragen zur Verkehrspolitik gestellt. Die Antworten zeigen, dass die Förderung energiesparender Fahrzeuge mehrheitlich begrüsst wird. Unpopulär sind hingegen Massnahmen, welche die Mobilität verteuern. Gegenüber der Befragung im Jahr 2010 hat die Zustimmung zu Tunnelgebühren und Parkplatzgebühren in Einkaufszentren wesentlich zugenommen, während sich die ablehnende Haltung zu Massnahmen wie Zufahrtsgebühren und höheren Parkplatzgebühren in Städten verstärkt hat.

Wer wurde befragt?

Im Rahmen einer Bevölkerungsbefragung wurden 2015 schweizweit rund 57‘000 Interviews durchgeführt, 2’269 davon im Kanton Solothurn. Das Amt für Verkehr und Tiefbau hat eine Auswertung für den Kanton Solothurn durchgeführt und kann zeitgleich mit dem Bund heute die Solothurner Ergebnisse präsentieren. Die Auswertungen wurden für das gesamte Kantonsgebiet sowie für einzelne Kantonsteile, nämlich die Agglomerationen Solothurn und Olten, durchgeführt.

Weitere Informationen

Die ausführlichen Ergebnisse der Solothurner Befragung finden Sie im Internet: www.avt.so.ch. Der Schweizerische Hauptbericht  ist auf www.mzmv.bfs.admin.ch publiziert.

 

Archivbild von sbb.ch

16.05.2017 | 1586 Aufrufe

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