Noch nie wurde im Ausland so viel Rivella getrunken wie im letzten Jahr. In Holland erfreut sich der Schweizer Durstlöscher grosser Beliebtheit. In der Schweiz kann die Rivella AG ihre Marktanteile dank Investitionen in ihre Marken und der Lancierung von Produktneuheiten halten.

Rivella

Die Rivella Gruppe vermeldet für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Nettoverkaufserlös von 137.8 Millionen Schweizerfranken, was einem Absatz von 104.7 Millionen Litern Erfrischungs- und Fruchtsaftgetränke entspricht. Mit einem Umsatzplus von 7.2 % entwickelte sich das Auslandgeschäft überdurchschnittlich. Inzwischen wird mehr als jedes vierte Rivella im Ausland getrunken.

Klassiker profitieren vom Neuauftritt

Der Gesamtmarkt der Erfrischungsgetränke in der Schweiz war im vergangenen Jahr erneut rückläufig. "Nebst der angespannten Situation in der klassischen Gastronomie war auch das nasskalte Wetter zu Beginn des Sommers nicht ideal für unsere Kategorie", äussert sich Erland Brügger, Geschäftsleiter der Rivella AG, zur Marktentwicklung. Entsprechend hat auch Rivella in der Schweiz 3.7 % weniger Getränke verkauft. Dies kommt einem Absatzvolumen von 77.1 Millionen Liter und einem Umsatzrückgang von 4.4 % gleich. Erfreulich ist, dass die Unternehmung dennoch ihre Marktanteile im Handel wertmässig halten und volumenmässig leicht auszubauen vermochte. Das gute Resultat verdanke sie anhaltend hoher Investitionen in ihre Marken und Produktneuheiten, ist der Geschäftsleiter überzeugt. Dabei beobachtet er ein neues Phänomen: "Produktlebenszyklen werden immer kürzer. Konsumenten greifen bei Produktneuheiten zwar neugierig zu; sie wenden sich dann aber immer rascher wieder dem Vertrauten zu". Dies sei auch der Grund, weshalb die beiden Klassiker Rivella Rot und Rivella Blau überdurchschnittlich von der Gesamterneuerung der Marke im letzten Jahr profitieren konnten. Dennoch ist man bei Rivella überzeugt, dass Produktneuheiten wie das soeben eingeführte Rivella Mango unabdingbar sind, um eine Traditionsmarke wie Rivella aktuell zu halten.

LIQIT, die neuen kalorienarmen Fruchtsaftgetränke von Michel

Auch bei der Marke Michel waren Produktneuheiten ein wichtiger Erfolgsfaktor. Als Antwort auf das zunehmende Bedürfnis nach leichten Getränken hat die Rivella AG im letzten Frühling mit Michel LIQIT eine neue Kategorie leichter Fruchtsaftgetränke eingeführt. Echter Fruchtsaft von Michel, kombiniert mit stillem Wasser. Michel LIQIT ist kalorienarm und in den drei Geschmacksvarianten "Orange Mango", "Granatapfel Passionsfrucht" und "Ananas Grapefruit" erhältlich. Über 170'000 Schweizer Haushalte konnten die neuen Produkte bereits begeistern.

Holländer mögen's still

Anhaltend erfreulich lief für die Schweizer Getränkeherstellerin das Auslandgeschäft. 27.6 Millionen Liter, was 26 % des Gesamtausstosses der Gruppe ausmacht, wurden ausserhalb des Heimmarktes abgesetzt. Der Umsatz im Ausland konnte um 7.2 % gesteigert werden. Positiv zu Buche schlugen einmal mehr die Niederlande, der grösste Rivella-Auslandmarkt. Speziell auf die Bedürfnisse der holländischen Konsumenten zugeschnittene Produkte wie Rivella Cranberry und ganz neu seit Frühling 2017 "Rivella Koolzuurvrij", ein kohlesäurefreies, "stilles" Rivella Light, sorgen dort auch in Zukunft für ein Wachstum der Marke.

Neue Glasabfüllanlage in Rothrist

Nicht nur bei den Produkten heisst es für einen Markenartikelhersteller am Puls des Geschehens zu bleiben, auch in Sachen Technologie will die Rivella AG weiterhin eine Vorreiterrolle einnehmen. Nachdem die Unternehmung bereits 2015 rund 10 Millionen Schweizerfranken in ihre Infrastruktur am Produktionsstandort Rothrist investiert hat, hat sie auch im abgelaufenen Jahr neue Anlagen für rund 8 Millionen Schweizerfranken gekauft. Die nächste grosse Bauetappe ist bereits in vollem Gange: der Ersatz der beiden bestehenden Glasflaschen-Abfülllinien durch eine neue, moderne Produktionsanlage, die künftig bedeutend weniger Energie und Wasser verbrauchen wird und so ein klares Bekenntnis zum nachhaltigen Wirtschaften darstellt.

 

Erland Brügger, Geschäftsleiter Rivella AG in der Lagerhalle des Schweizer Getränkeherstellers in Rothrist (Rivella AG). Foto: obs/Rivella AG/GAETAN BALLY

04.04.2017 | 7896 Aufrufe

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