Der Stellenmarkt in der Nordwestschweiz flaut im Vergleich zum Vorquartal ab. Auch der Jahresvergleich weist auf eine zurückhaltende Personalpolitik in der Nordwestschweiz hin. Somit entwickelt sich der Stellenmarkt der Nordwestschweiz im Vergleich zur Gesamtschweiz unterdurchschnittlich. Dies zeigt die wissenschaftlich fundierte Erhebung des Adecco Group Swiss Job Market Index der Universität Zürich. Dabei gibt es Unterschiede nach Berufsbereichen.

The Adecco Group Switzerland

Der Adecco Group Swiss Job Market Index für den gesamtschweizerischen Stellenmarkt verharrt im Jahresvergleich auf hohem Niveau. Gesamtschweizerisch steigt vor allem die Nachfrage nach Arbeitskräften in den Bau- und Ausbauberufen sowie im Bereich Technik und Naturwissenschaften. Die Anzahl der Stellenausschreibungen scheint sich zu stabilisieren, was auf eine längerfristige Erholung vom Frankenschock und den damit verbundenen Unsicherheiten hindeutet. 

In der Nordwestschweiz wird im Jahresvergleich mit einem Minus von 4 Prozent etwas weniger Personal gesucht. Im Vergleich zum Frühjahr ist ein deutlicher Rückgang um 16 Prozent in der Zahl der ausgeschriebenen Vakanzen bemerkbar. Dazu Nicole Burth, CEO von The Adecco Group Switzerland: «Über die letzten Quartale konnte eine leichte aber konstante Zunahme in den Stellenausschreibungen der Region Nordwestschweiz beobachtet werden, die in diesem Sommer innehält. Langfristig gesehen ist der Rückgang folglich minim.»

Stellenmarkt der Nordwestschweiz stagniert mit leichter Abwärtstendenz

Im Jahresvergleich fällt die Abnahme im Nordwestschweizer Stellenmarkt nur minim aus. Die Berufe entwickeln sich jedoch unterschiedlich. Im Bereich Industrie und Bau mit einem Plus von 17 Prozent und im Bereich Technik und Informatik mit einem Plus von 12 Prozent sind im Sommerquartal 2017 verglichen zum Vorjahr mehr Stellen ausgeschrieben. «Damit setzt sich in diesen beiden Bereichen die positive Entwicklung fort, welche Ende letzten Jahres einsetzte. Dies allerdings auf etwas tieferem Niveau, da beide Bereiche eine Abnahme an Stellenausschreibungen im kurzfristigen Vergleich zum Frühjahr 2017 verzeichnen», so Anna von Ow vom Stellenmarkt-Monitor Schweiz der Universität Zürich. Weniger Personal wird in der Nordwestschweiz im Jahresvergleich in den persönlichen und sozialen Dienstleistungen (-15%) gesucht. Auch im Quartalsvergleich kann in dieser Berufsgruppe eine Abnahme beobachtet werden (-16%). Dabei sinkt das Stellenangebot längerfristig im Bereich Fürsorge und Erziehung. «Dies könnte teilweise als Folge von Sparmassnahmen der Kantone gelesen werden», ergänzt Anna von Ow. Auch im Gastgewerbe und der Hotellerie werden im Vergleich zum Sommer 2016 etwas weniger Stellen ausgeschrieben. Am stärksten hat das Stellenangebot im Vergleich zum Vorjahr im Bereich der Unternehmensdienstleistungen abgenommen (-19%); und auch im Vergleich zum Vorquartal ist die Anzahl ausgeschriebener Stellen hier tiefer (-21%). Vor allem schrumpft die Nachfrage nach Arbeitskräften in den Berufen des Handels und Verkaufs, was dem schweizweiten Trend entspricht. Im Quartalsvergleich geht die Anzahl der Stellenausschreibungen auch in den Bereichen Management und Organisation sowie in den kaufmännischen und administrativen Berufen zurück.

Auf www.adeccogroup.ch stellen wir Ihnen vertiefte Analysen zu den sechs Regionen zur Verfügung.

 

Grafik: Swiss Job Market Index 2017 von Adecco (zVg.)

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