Die Nestlé-Tochter Nestlé Skin Health will die Produktion in ihrer Fabrik im solothurnischen Egerkingen einstellen. Betroffen sind rund 190 Stellen. Dies teilte Nestlé in einem dürftigen Communiqué in englischer Sprache am Donnerstag mit.

Nestlé / red.

Bei dem Unternehmen handelt es sich um die ehemalige Spirig AG, die unter anderem für Daylong-Sonnencrème bekannt war. Spirig wurde 2012 von der Dermatologiefirma Galderma, an der damals auch noch L'Oréal beteiligt war, übernommen.

Nestlé Skin Health begründet die Fabrikschliessung mit Überkapazitäten. Die Produktionsvolumen am Standort Egerkingen seien seit längerem sehr tief und man erwarte in den nächsten Jahren kein signifikantes Volumenwachstum, schreibt die Nestlé-Tochter in einer Mitteilung vom Donnerstag. Kurz: Das Unternehmen in Egerkingen wurde fallen gelassen. In der Schweiz sollen lediglich das Verkaufsbüro Schweiz und die Abteilung Consumer Business verbleiben. Sie ziehen aber an neue Standorte um. Der Transfer wird innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate in mehreren Etappen erfolgen.

In enger Zusammenarbeit mit den Angestellten werde Nestlé Skin Health nach Lösungen für jeden Betroffenen suchen, verspricht Nestlé. Nicht nur für die 190 Betroffenen, sondern auch für die Standortgemeinde, die umliegenden Gemeinden und den Kanton Solothurn ist diese Hiobsbotschaft ein schwerer Schlag, galt das Unternehmen doch jahrelang als Vorzeigebetrieb, der seinerzeit sogar von der CVP-Bundeshausfraktion besucht wurde. Glaubt man den Worten von Nestlé, wurde das Unternehmen innert weniger Jahre von einer Perle zu einer "Lame Duck". 

 

Symbolbild von Gerd Altmann / pixelio.de

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