Frankreich hat einen neuen Präsidenten. So jung war noch keiner und so politisch unbelastet auch nicht. Wenn man seine Pläne verfolgt, so will er gemäss Investitionsplan 50 Mrd. Euros in die Hand nehmen, gleichzeitig die Unternehmens-, Wohn- und Vermögens-Steuern senken, 120'000 Beamtenstellen abbauen, sowie 10’000 zusätzliche Polizisten und 15'000 Gefängnisplätze aus dem Hut zaubern.

von Hans Bühlmann, Schönenwerd

Das an sich reiche Land laviert ständig am finanziellen Kollaps herum. Daran trägt die 3. Kraft im Lande, die Gewerkschaften, die Hauptschuld. Daran wird sich der junge Präsident die Zähne ausbeissen, denn die Franzosen lieben zu sehr die «manifestations» und «grèves» (Streiks) und verteidigen ihre «Errungenschaften» mit Zähnen und Krallen, seien sie noch so schädlich für das Land. Die 35-Stunden-Woche ist die heilige Kuh mit der etwas naiven Begründung, dass man mit der Reduktion der Stunden die Arbeit auf mehr Hände verteilen kann.

Das Resultat liegt in Form von grosser Arbeitslosigkeit vor, insbesondere bei der Jugend. Die Heilung ist genau gleich wie beim Privaten: Sitzt man finanziell in einem Loch, so hilft nur dass zum gleichen Lohn mehr gearbeitet wird. Erfahrungen und Beispiele gibt es in Hülle und Fülle. Neue Kredite sind Gift als Heilmittel, denn man kann Schulden nicht mit weitern Schulden tilgen. 

16.05.2017 | 5415 Aufrufe

Kommentare

Avatar
Sicherheitscode