Die Vorführteams der Schweizer Luftwaffe werden ab nächster Woche die Trainingskurse für die bevorstehenden Auftritte aufnehmen. Die Display-Teams werden ab Ende April wieder Auftritte im In- und Ausland absolvieren. Aufgrund des Zwischenfalls des PC-7 TEAM in St. Moritz hat die Luftwaffe die Sicherheitsvorgaben bei Auftritten erhöht.

VBS

Das PC-7-Team der Schweizer Luftwaffe wird am 18. April 2017 einen zweiwöchigen Trainingskurs absolvieren und sich auf die bevorstehenden Flugvorführungen vorbereiten. Eine Woche später, am 24. April 2017, beginnt das zweiwöchige Training der Patrouille Suisse. Die Flugtrainings finden ab den Flugplätzen Locarno und Dübendorf (PC-7 TEAM) und Emmen (Patrouille Suisse) statt.

Aufgrund der Zwischenfälle in St. Moritz, wo eine PC-7-Maschine ein Kameraseilbahnkabel touchiert hat, und dem Vorfall in Leeuwarden, bei dem sich zwei Jets der Patrouille Suisse bei einem Training berührten und eine Maschine abstürzte, finden die Vorführungen künftig unter erhöhten Sicherheitsvorgaben statt.

Ein Fachgremium, bestehend aus je einem Vertreter der Sparte Flugsicherheit der Luftwaffe, des Berufsfliegerkorps und des Bundesamts für Zivilluftfahrt, werden künftig die Sicherheitsaspekte von Vorführungen prüfen und - falls nötig - risikoreduzierende Massnahmen anordnen. Weiter wurden unter dem Aspekt der Sicherheit die Minimalflughöhen angehoben und die minimalen Abstände zwischen den Flugzeugen in den Formationen neu definiert. Neu gelten drei statt zwei Meter Abstände beim PC-7 TEAM, PS wie bisher. Betreffend Minimalhöhen gilt neu: 200 Fuss (rund 60 Meter) statt 150 Fuss (rund 46 Meter) für Solisten, 300 Fuss (rund 92 Meter) statt 200 Fuss (rund 60 Meter) für den Verband sowie 300 Fuss (rund 92 Meter) über schlecht sichtbaren Hindernissen.  

Die Untersuchung der Militärjustiz zu den oben erwähnten Ereignissen sind noch nicht abgeschlossen.

 

Symbolbild von Windrose / pixelio.de

11.04.2017 | 4864 Aufrufe