Die Integrierte Versorgung in der Schweiz legt weiter kräftig zu: 1.95 Millionen Versicherte (oder 24 Prozent) lassen sich 2014 in einem der 75 Ärzte- und Praxisnetze betreuen. Das sind 15 Prozent mehr als im Vorjahr und doppelt so viele wie 2010. Dies zeigt die jüngste Erhebung des Forum Managed Care (fmc).

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Die Integrierte Versorgung in der Schweiz legt weiter kräftig zu: 1.95 Millionen Versicherte (oder 24 Prozent) lassen sich 2014 in einem der 75 Ärzte- und Praxisnetze betreuen. Das sind 15 Prozent mehr als im Vorjahr und doppelt so viele wie 2010. Dies zeigt die jüngste Erhebung des Forum Managed Care (fmc). Am stärksten verbreitet sind die Hausarzt- und HMO-Modelle in den Kantonen St. Gallen (48 Prozent der Bevölkerung), Thurgau (45 Prozent), Schaffhausen (44 Prozent) und Aargau (43 Prozent). Das deutlichste Wachstum verzeichnet die Westschweiz: plus 22 Prozent gegenüber 15 Prozent in der ganzen Schweiz. Über Jahre hinweg hatte sich die Integrierte Versorgung - mit Ausnahme des Kantons Genf - primär in der Deutschschweiz entwickelt. Das Standardmodell der obligatorischen Krankenversicherung nutzen inzwischen nur noch 38 Prozent der Bevölkerung. Das bedeutet: Fast zwei Drittel schränken die Arztwahl freiwillig ein. (Bild: Forum Managed Care)

Neuer Spitzenreiter ist der Kanton St. Gallen: Dort haben 48 Prozent der Bevölkerung ein Hausarzt- oder HMO-Modell gewählt. Auf Rang 2 folgt der Thurgau (mit einem Anteil von 45 Prozent) vor Schaffhausen (44 Prozent), Aargau (43 Prozent), Graubünden (36 Prozent), Zug (32 Prozent) und Zürich (29 Prozent). «Bemerkenswert ist», so Peter Berchtold, Präsident des fmc, «dass die Integrierte Versorgung in der Westschweiz aufholt, nachdem sie sich über Jahre hinweg - mit Ausnahme des Kantons Genf - primär in der Deutschschweiz entwickelt hat»: Von 2013 auf 2014 betrug das Wachstum in der Romandie 22 Prozent (ganze Schweiz 15 Prozent), über die letzten zwei Jahre waren es 58 Prozent (gegenüber 44 Prozent schweizweit).

Wer in einem Hausarzt- oder HMO-Modell versichert ist, wendet sich im Krankheitsfall immer zuerst an den Arzt oder die Praxis seiner Wahl. Dort wird die Betreuung koordiniert, was Überdiagnostik, Mehrfachbehandlungen und Notfallhospitalisationen verhindert.

Das Standardmodell der obligatorischen Krankenversicherung nutzen inzwischen nur noch 38 Prozent der Bevölkerung. Das bedeutet: Fast zwei Drittel schränken die Arztwahl freiwillig ein.

Das Forum Managed Care (fmc) ist eine unabhängige, breit abgestützte Schweizer Plattform, die den Wissens- und Erfahrungsaustausch zur horizontalen und vertikalen Vernetzung der Gesundheitsversorgung fördert. Damit trägt das fmc dazu bei, die Qualität und Effizienz der Patientenbetreuung zu verbessern sowie die Sicherheit und Handlungsfähigkeit der Patienten zu erhöhen.

Weitere Informationen: www.fmc.ch

31.05.2014 | 880 Aufrufe

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