Die Schweiz ist weltweit bekannt für ihr ausgezeichnetes Bildungssystem. Anstatt auf Stärken zu setzen, stellt man mit dem Lehrplan 21 Grundkonzepte auf den Kopf.

Matthias Borner, Kantonsrat, Olten

Mit seiner Kompetenzorientierung fehlen klar strukturierte, systematisch aufgebaute Lerninhalte. Fächer wie Geschichte, Geografie, Biologie, Chemie und Physik werden abgeschafft und durch Sammelfächer ersetzt. Weiter werden die Deutschstunden reduziert, obwohl Lehrbetriebe, Universitäten sowie PISA Studien eine Abnahme der Deutschkenntnisse beklagen. Die Schüler leiden darunter, sind gerade jene Fächer für ein Fortkommen in Beruf und Studium oft entscheidend.

Die Stimmen der LehrerInnen sollten ebenfalls beachtet werden, schlussendlich stemmen sie die Umsetzung dieser Reform. Sie stellen eine deutliche Mehrbelastung fest. Beispielsweise müssen Lehrbeauftragte in Zukunft jeden Schüler in hunderten Kompetenzen individuell beurteilen. Dies ist nicht praxistauglich. Umfragen unter LehrerInnen haben ergeben, dass eine klare Mehrheit den lehrerzentrierten Unterricht mit Einzelfächern bevorzugt.

Dass sich die Bildungslandschaft weiter entwickelt und man die Schule den neuen Anforderungen anpassen muss, bestreitet niemand. Mit dem Lehrplan 21 haben sich die Theoretiker und Bildungsromantiker jedoch ein eigenes Denkmal setzen wollen. Nicht mit uns! Darum „Ja“ zur Initiative „Volksschule ohne Lehrplan 21“. 

03.04.2017 | 5677 Aufrufe

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