Bei den Wahlen in Frankreich geht es jetzt um jede einzelne Stimme. Vor allem um die der Unentschlossenen. Der grösste digitale Markt-Analyst ArgYou.com aus der Schweiz hat die Kandidaten während des ganzen Wahlkampfs im Online-Universum analysiert und täglich gemessen, wie oft die Kandidaten auf sämtlichen digitalen Kanälen in Frankreich von den Nutzern gesucht wurden. Marine Le Pen lag schon seit Anfang Jahr weit vor allen anderen Kandidaten.

mgt.

Emmanuel Macron ist erst sehr spät Anfang März in der Nachfrage-Skala aufgetaucht, hat aber Ende März immerhin François Fillon übertroffen. Die Resultate zeigen sehr schön, wie stark Marine Le Pen im Internet auf sämtlichen Suchmaschinen und Sozialen Medien gesucht wird. Offenbar erkundigen sich viele unentschlossene Französinnen und Franzosen auch noch in letzter Minute via Internet nach Marine Le Pen's Profil.

Die neutral gemessenen Daten von der Schweizer Find-Maschine zeigen: Le Pen liegt, ganz ähnlich wie Trump im US-Wahlkampf, digital seit Anfang Jahr deutlich vor François Fillon und Emmanuel Macron. Das Internet Mess-System hatte bereits Mitte September 2016, die Wahl von Trump richtig vorhergesagt.

Allerdings werden sich im Unterschied zu den amerikanischen Wahlen, die Stimmen in Frankreich von den Sozialisten und von den Republikanern/Konservativen voraussichtlich eher auf Macron als auf Le Pen vereinen. Trotzdem rechnen die Schweizer Markt-Analysten von ArgYou mit einem Achtungsresultat von Le Pen. Sie hat es digital im Vergleich zu allen Kandidaten besser geschafft, die User in ganz Frankreich über Monate hinweg zu mobilisieren. Dagegen kamen Kandidaten wie Benoît Hamond, Alain Juppé und Jean-Luc Mélenchon je nicht über 5-6% in der Online-Nachfrage auf sämtlichen Such-Kanälen. “Wenn sich viele Wähler von Fillon für Macron entscheiden, wird Emmanuel Macron die Stichwahl gewinnen", sagt der Schweizer Politologe und Forschungsleiter Christoph Glauser. 

 

Foto: Marine Le Pen (https://www.facebook.com/MarineLePen

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