Kryptogeld, Bitcoins – schon je davon gehört? Falls nein, seien Sie beruhigt, denn Sie haben nichts verpasst! Es handelt sich da um digitale Zahlungsmittel, die nicht durch Notenbanken, sondern via private Systeme geschaffen werden. Sie eignen sich nicht für den Normalbürger, auch wenn in der Stadt Zug derzeit mit dem in Cham domizilierten Swisscoin-System ein grösserer Versuch am Laufen ist.

von Maximilian Reimann, Gipf-Oberfrick

Online-Währungen sind legal, aber nur beschränkt nutzbar, lösen in der Regel sog. Transaktionsgebühren aus, unterliegen Wertschwankungen und entsprechen deshalb kaum einem echten Bedürfnis der breiten Öffentlichkeit. Man schätzt, dass weltweit Online-Kryptogeld im Gegenwert von etwa 20 Milliarden CHF in Umlauf ist. Zum Vergleich: Allein in der Schweiz beträgt der CHF-Bargeldbestand an Noten und Münzen rund 75 Milliarden. Trotz zunehmendem Unbehagen gegenüber dem sich weltweit massiv vermehrenden, ungedeckten Papiergeld der Zentralbanken behagt mir eine CHF-Note immer noch besser als Bitcoins oder Swisscoins auf einem Laptop-Konto…

Nicht verwechseln möge man diese digitalen Zahlungssysteme mit den Zahlungen, die wir mit Bank-, Post- oder Kreditkarten online vornehmen. Am ehesten vergleichbar wären sie noch mit dem WIR-Geldsystem, das in der Wirtschaftskrise der 1930-er Jahre als Selbsthilfemassnahme von Handwerkern und Kleinunternehmern geschaffen worden war. WIR-Geld hat sich bis heute gehalten, allerdings mit stark rückläufiger Tendenz.

27.01.2017 | 5680 Aufrufe

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