Kommentar von Lucien Fluri „Reiner Wein statt Blindflug“, am 3.1.17 in der Solothurner Zeitung.

Im Wissen darum, dass in den Sternen steht wie man den Ausfall von 130 Millionen Franken im Kanton Solothurn bei Annahme der USR III berappen soll, fungieren Finanzdirektor Roland Heim und Volkswirtschaftsdirektorin Esther Gassler als Prediger für die Unternehmenssteuerreform III.

von Franziska Roth, Gemeinde- und Kantonsrätin, Solothurn

Sie prophezeien zusammen mit den Wirtschaftsverbänden die Erlösung für unseren Kanton Solothurn. Dabei müsste unsere Regierung zusammen mit dem Bundesrat zuerst über die Sünden der USR II, die uns Milliarden kosten, die Beichte ablegen und die Lehren daraus ziehen. Erneut predigt man Wein und lässt das Fussvolk Wasser trinken.

Wenn die USR III angenommen wird, bleibt den Kirchen bloss noch das Beten, den Arbeitenden aber nicht einmal mehr das Bitten. Da ist „notorisches“ Kämpfen für Gerechtigkeit und Transparenz Ehrensache, euphorisches Predigen für den Sprung in die Nebelwand hingegen fahrlässig.

 

04.01.2017 | 4788 Aufrufe