Ich verstehe, dass Frauen Mühe haben mit der Vorlage. Bei der Gleichstellung liegt noch vieles im Argen. Mit einem Nein bekommen wir aber keinen Rappen mehr Lohn. Und bei einer Ablehnung der Vorlage verlieren gerade Frauen grosse Vorteile der Reform - bessere Absicherung in der zweiten Säule, die längst fällige Flexibilisierung bei der Pensionierung und eine Erhöhung der AHV. Gerade diese ist wichtig, schliesslich haben 500'000 Frauen keine zweite Säule.

Franziska Roth, Gemeinde- und Kantonsrätin, Solothurn

Mit einem Nein schicken wir Teilzeitarbeiterinnen, verheiratete oder ältere arbeitslose Frauen vom Regen in die Traufe. Rentenalter und Lohngleichheit werden nicht am selben Tisch verhandelt. Die Lohngleichheit ist in den Betrieben einzufordern. Die Renten müssen vom Volk immer wieder gesichert werden. Mit der Reform tun wir genau das.

Heuchlerisch fragen rechtsbürgerliche Frauen: "Wollen wir die Frauen ein Jahr länger arbeiten lassen, um diesen Ausbau der Renten zu finanzieren?" Im Parlament hat keine einzige bürgerliche Frau gegen die Erhöhung des Frauenrentenalters gekämpft. Die Altersvorsorge 2020 ist für die Frauen ein Kompromiss, unter dem Strich überwiegen aber die Vorteile.

Wir können wählen - ein solider Kompromiss oder bald Schulden in der AHV und Druck für Rentenalter 67. Mit einem Ja ist eine weitere Rentenaltererhöhung zumindest für die nächsten Jahre vom Tisch.

 

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