Am 21. Mai stimmen wir über das Energiegesetz ab. Im Aargau wehrt sich ein überparteiliches Komitee mit Vertretern aus den Parteien SVP, FDP und CVP sowie der Aargauischen Industrie- und Handelskammer und dem Hauseigentümerverband gegen das Gesetz.

Überparteiliches Komitee gegen das Energiegesetz

Folgende Argumente sprechen klar gegen die Gesetzesvorlage:

Kostenexplosion:
Die Erhöhung von Gebühren und Abgaben (KEV) sowie verschärfte Vorschriften bei Produkten führen zu einem massiven Kostenwachstum. Mit dem Energiegesetz werden auch die Grundlagen für weitere steigende Belastungen (Strom, Heizöl, Benzin) und staatliche Regulierungen geschaffen.

Unrealistische Energiesparziele:
Gegenüber dem Jahr 2000 soll der Stromverbrauch pro Person und Jahr bis 2035 um 13% und der gesamte Energieverbrauch um 43% sinken. Gleichzeitig wird die Mobilität und die Heizung immer mehr auf Strom umgestellt und die Anzahl der stromverbrauchenden Geräte nimmt seit dem Jahr 2000 massiv zu. Das kann niemals aufgehen. Konsumvorschriften und Lenkungsmassnahmen vom Staat würden ergriffen und unsere Lebensstandard und unsere Freiheit massiv eingeschränkt.

Versorgungssicherheit in Gefahr:
Das Gesetz verbietet Technologien und Energieträger, ohne konkret aufzuzeigen, woher der Strom künftig kommen könnte. Importe von Kohle- und Atomstrom werden die Folge sein, wenn die entscheidend wichtige Versorgungssicherheit gewährleistet bleiben soll.

Stellenabbau:
Die Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft gegenüber dem Ausland sinkt durch höhere Energiepreise und neue Vorschriften, was zu Stellenabbau führen wird.

Teure Subventionen für überflüssigen Strom:
Einzelne Produktionsarten werden subventioniert. Damit wird im Sommer Strom produziert, der nicht bis zum Winter gespeichert werden kann. Von der Verschandelung der Landschaft durch Windräder und Verschlechterung der CO2-Bilanz gar nicht zu sprechen.

Dem Co-Präsidium des Komitees gehören folgende Vertreter von Parteien und Verbänden an:

  • Thomas Burgherr, Nationalrat, Präsident SVP Aargau;
  • Daniel Knecht, Präsident Aarg. Industrie- und Handelskammer;
  • Hansjörg Knecht, Präsident Hauseigentümerverband Aargau, Nationalrat, Leibstadt;
  • Andreas Meier, Grossrat CVP, Klingnau;
  • Lukas Pfisterer, Grossrat, Stadtrat, Präsident FDP Aargau, Aarau;
  • Martin Steinacher, Grossrat CVP, Gansingen.

 

Bild: Allzuviel "Bürgernähe" lassen die Strömungsgeräusche und Schlagschatten der nötigen Windturbinen störend und lästig empfinden. Außerdem stehen Windräder oft an vom Blitz gefährdeten Stellen. (Foto: Karl-Heinz Laube / pixelio.de)

12.04.2017 | 4142 Aufrufe