Die Ursachen für eine empfindliche Blase sind vielseitig: Übergewicht und Diabetes, eine vergrösserte Prostata, Stress oder die Geburt eines Kindes. Mit einigen einfachen Tipps kann man die Blase gesund halten und gleichzeitig das körperliche und seelische Wohlbefinden stärken.

von Martina Gloor

Beckenbodentraining machen

Ein gestärkter Beckenboden hilft der Gesundheit, denn er gibt den Bauch- und Beckenorganen Halt und unterstützt die Schliessmuskulatur – eine Grundvoraussetzung für eine gesunde Blase. Durch ein gezieltes Beckenbodentraining kann Blasenschwäche, aber auch Unannehmlichkeiten wie Haltungsschwächen und Übergewicht vorgebeugt werden. Der Beckenboden ist bei Männern und Frauen unterschiedlich aufgebaut, wodurch sich wichtige geschlechtsspezifische Merkmale ergeben. Frauen gebären Kinder und neigen zu einer Bindegewebsschwäche durch Hormonveränderungen in der Menopause. Beides können Ursachen für Blasenschwäche sein, die sich mit einem leichten, aber gezielten Beckenbodentraining überwinden lässt. Bei Männern ist der Beckenboden tendenziell kräftiger, kann aber ebenfalls durch eine schlechte Körperhaltung oder durch Veränderungen der Prostata, deren Folgen hier näher erklärt werdend, erschlaffen. Auch bei diesen Ursachen hilft das Beckenbodentraining, die Muskulatur wieder aufzubauen und die sensible Blase zu kurieren.

Übergewicht vermeiden

Laut Adipositas-Stiftung sind 31 Prozent der erwachsenen Schweizer übergewichtig. Übergewicht hat viele Folgen und kann unter anderem die Entstehung einer schwachen Blase begünstigen. Das liegt daran, dass die höhere Körpermasse einen ständigen Druck auf den Bauchraum ausübt. Körperliche Anstrengung oder Husten erhöhen diesen Druck. Ist der Schliessmuskel geschwächt, kann er dem erhöhten Druck nicht mehr standhalten und es kann passieren, dass man ungewollt einige Urintröpfchen verliert. Um eine gesunde Blase zu fördern, ist es deshalb wichtig, abzunehmen.

Alltagsgewohnheiten beachten

Eine gesunde Blase lässt sich zudem durch einfache Gewohnheiten im Alltag erhalten. So sollte man circa ein bis zwei Liter pro Tag trinken. An heissen Sommertagen oder nach sportlichen Aktivitäten sollte es etwas mehr Flüssigkeit sein. Wichtig ist es auch, darauf zu achten, was man zu sich nimmt. Viel Kaffee und grosse Mengen kohlensäurehaltiger Getränke können eine überaktive Blase hervorrufen und die Symptome verstärken, die damit einhergehen. Auch Nikotin, das man durch Zigaretten aufnimmt, schwächt die gesunde Blase. Eine ausgewogene Ernährung hingegen stärkt das Immunsystem und führt dazu, dass die Blase auf natürliche Weise fit gehalten wird. Besonders gut eignen sich Lebensmittel mit viel Vitamin C. Eine hervorragende vorbeugende Schutzwirkung bei Blasenschwäche haben beispielsweise Preiselbeeren. Die roten Beeren sind reich an Proanthocyanidinen, die unter anderem einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Bakterien leisten.

 

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