An einer Medienkonferenz hat die Luzerner Polizei über den Stand der Ermittlungen rund um den Amoklauf im Holzverarbeitungsbetrieb Kronospan in Menznau/LU informiert. Dabei bestätigt sie, dass heute Morgen um 9 Uhr ein Mann in der Fabrik gezielt auf Anwesende geschossen habe. Insgesamt wurden drei Personen getötet und sieben verletzt. Fünf davon sind schwer verletzt.

(Paul-Georg Meister)

Symbolbild

Wie Daniel Bussmann, Chef der Kriminalpolizei des Kantons Luzern, als erstes mitteilt, komme der Täter aus dem Umfeld der Firma. Nach ersten Zeugenaussagen, habe der Mann gezielt auf die Personen geschossen. Der genaue Tathergang sei aber noch immer Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Bekannt ist auch die Nationalität des Täters. Es handle sich um einen 42-jährigen Schweizer. Der Familienvater war seit zehn Jahren Mitarbeiter der Firma. Er wird als zurückhaltend und eher unauffällig geschildert. Der Täter ist ebenfalls unter den Toten.

Das Motiv des Amoklaufes sei im Moment noch nicht bekannt. Das Gerücht, wonach die Wahnsinnstat im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Problemen der Firma stehe, sei nur Spekulation. Wie von Seiten der Firma gesagt wurde, seien in der Kronospan seit Monaten keine Kündigungen mehr ausgesprochen worden.

Die fünf schwer verletzten Personen wurden mit der Rega in umliegende Spitäler geflogen. Über deren Gesundheitszustand kann im Moment noch nichts gesagt werden.

Für die Angehörigen wurde eine Notfall-Hotline eingerichtet. Die Angehörigen können sich unter dieser Nummer bei der Luzerner Polizei melden und sich informieren (Tel. 041 248 83 83 / nur für Angehörige). Die Mitarbeiter der Kronospan AG werden von einem Care-Team betreut.

Damit ist die Pressekonferenz beendet. www.soaktuell.ch wird am Ball bleiben und seine Leserinnen und Leser laufend weiter informieren.

 

27.02.2013, 14:44 von pgm | 4727 Aufrufe